Ermittlung von fertigungstechnischen Einflüssen auf das Materialverhalten
Ermittlung der Faserorientierung in der Füllsimulation
In vielen technischen Kunststoffen werden zur Erhöhung der Festigkeit des Werkstoffes Fasern eingesetzt. Durch den Fertigungsprozess des Spritzgießens werden diese Fasern bezüglich der Fließrichtung orientiert. Dies führt dazu, dass die Materialeigenschaften in dem Bauteil nicht mehr isotrop, sondern anisotrop sind. Dies bedeutet, dass das Material unterschiedliche Eigenschaften in Faserrichtung und quer dazu aufweist.
Moldflow Engineering ermittelt die fertigungstechnischen Einflüsse auf das Materialverhalten und bildet den vollständigen Herstellungsprozess unter realen Bedingungen inklusive der Faserorientierung nach.
Übergabe der Faserorientierung an die Finite-Elemente-Analyse (FEA)
Mit Hilfe einer Schnittstelle ("MSA"-Schnittstelle) der Software Autodesk Moldflow sowie des Programms Digimat können wir die Faserorientierung auch an die Finite-Elemente-Analyse übergeben.
So wird bei mechanischer Belastungsanalyse mittels der Finite-Elemente-Methode (FEM) die Anisotropie des Werkstoffes berücksichtigt und die Festigkeit des Materials korrekt und unter Berücksichtigung der fertigungstechnischen Einflüsse berechnet.
Bei thermischer Belastung berechnen wir den Verzug des Bauteils unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Längenausdehnungskoeffizienten, die den Verzug in Faserrichtung und quer dazu verursachen.

